Kinderwunschblog

Samstag, 7. Februar 2015 - 19:02 Uhr
#Krebs - Neueste #Forschungsergebnisse

Krebs-Heilmittel von Achtjähriger entdeckt?

Ein Schulmädchen hat ihre Eltern, beide Teil eines Krebsforschungsteams, auf eine neuartige Idee der Krebsbekämpfung gebracht. Als Michael P. Lisanti von der Universität Manchester seine achtjährige Tochter Camilla fragte, wie sie Krebs heilen würde, wunderte sich die nämlich, warum nicht einfach Antibiotika eingesetzt werden - "wie wenn ich eine Halsentzündung habe". Das brachte den Wissenschaftler zum Nachdenken und führte zu überraschenden Ergebnissen: Viele günstige und weit verbreitete Antibiotika eignen sich ersten Tests nach bestens dazu, Zellen verschiedener Krebsarten - darunter Brust-, Lungen- und Hautkrebs - zu töten.
Professor Lisanti ist einer der Leiter der Breakthrough Breast Cancer Research Unit, einer Abteilung zur Brustkrebsforschung der Universität Manchester in Großbritannien. Er sieht in den ersten Ergebnissen der Untersuchungen rund um Camillas Vorschlag gleich mehrere Vorteile: Zum einen sind die Antibiotika, die für die bisherigen Versuche eingesetzt wurden, günstig verfügbar, zum anderen werden sie seit Jahrzehnten eingesetzt und sind daher in ihrer Wirkung auf den Menschen und mögliche Nebenwirkungen gut erforscht.
Antibiotika töten Kraftwerke der Krebszellen
Eine davon ist allerdings erst durch Camillas Idee ans Licht gekommen: Wie sich herausgestellt hat, können die Antibiotika eingesetzt werden, um die Mitochondrien von Krebszellen abzutöten. Dabei handelt es sich quasi um die Kraftwerke von Zellen, die Energie produzieren, damit Stammzellen mutieren und sich in Tumore ausbilden können. Krebsstammzellen seien eng verknüpft mit dem Wachstum und wiederholten Auftreten aller Krebsarten, erklärt die Universität Manchester in einer Aussendung . Mit herkömmlichen Behandlungsmethoden sei ihnen nur schwer beizukommen, zudem entwickelten Tumore Resistenzen gegen gewisse Therapiearten.
"Ich wusste, dass Antibiotika Mitochondrien angreifen können, und ich habe kürzlich viel zum Thema gearbeitet, wie wichtig sie (die Mitochondrien; Anm.) für das Wachstum von Tumoren sind, aber diese Unterhaltung hat mir geholfen, eine direkte Verbindung herzustellen", erklärt Lisanti die erhellende Wirkung Camillas.

http://www.kinderwunschnetz.de

Quelle:
http://www.krone.at/Wissen/Krebs-Heilmittel_von_Achtjaehriger_entdeckt-Tests_erfolgreich-Story-436818

Sonntag, 25. Januar 2015 - 10:55 Uhr
Zuschussänderumg bei gesetzlichen Kassen 2015 - je nach GKV

Achtung - Terminsache!Gesetzliche Krankenkassen ändern teilweise die Zuschüsse für die künstliche Befruchtung!
Bei den privaten Krankenversicherern sind keine Änderungen bekannt!
Die IKK Classic ändert den Zuschuss für Anträge zum 31.1.2015

www.kinderwunschnetz.de

Mittwoch, 7. Januar 2015 - 19:05 Uhr
Herologe Insemination von der Steuer absetzbar

Positives Urteil für Paare in ivf-Behandlung mit Spendersamen
Heterologe Insemination von der Steuer absetzbar


Das Finanzgericht Niedersachsen hat im Mai dieses Jahres einem Ehepaar Recht gegeben, das – ganz entgegen der bisherigen Praxis – die Kosten für eine Kinderwunschbehandlung mit Spendersamen als „außergewöhnliche Belastungen“ in der Einkommensteuererklärung 2006 geltend machen wollte (FG Niedersachsen, 05.05.2010 – 9 K 231/07).

Der Ehemann war nicht in der Lage, auf natürlichem Wege eigene Kinder zu zeugen. Die Behandlung hatte das Paar über 20.000 Euro gekostet, eine Kostenübernahme durch die Krankenkasse war nicht erfolgt.

Bisher gängige Rechtsprechung
Bei seiner Ablehnung des Steuerabzugs hatte das zuständige Finanzamt so argumentiert, dass die Kinderwunschbehandlung mit Spendersamen nicht zur Überwindung einer Krankheit diene und daher die medizinische Notwendigkeit nicht gegeben sei.

Anders bewerten die Finanzämter den Fall der Befruchtung von Eizellen einer Frau mit Samen ihres Lebenspartners (homolog): Bei erfolgreicher Behandlung entsteht hierbei ein genetisch eigenes Kind, die Krankheit gilt dem Fiskus somit als überwunden. Kosten für die homologe Befruchtung sind laut Urteil des Bundesgerichtshofs steuerlich abzugsfähig (BGH, 03.03.2004 – IV ZR 25/03). Die Kinderwunschbehandlung mit Samen des Lebenspartners gilt seither als Heilbehandlung.

Kehrtwende in der Rechtsprechung
Welche Situation liegt bei der Kinderwunschbehandlung mit Spendersamen vor ? Weil statt des unfruchtbaren Mannes seine gesunde Partnerin behandelt wird, wurde bisher davon ausgegangen, dass die Behandlung mit Spendersamen nicht als Heilbehandlung gelten kann. Auch kommt es nicht zu einer Verbesserung des Krankheitsbildes selbst, da dem unfruchtbaren Mann kein genetisch eigenes Kind entsteht. Der Bundesfinanzhof stellte in einem Urteil von 1999 (III R 46/97) explizit darauf ab, dass eine künstliche Befruchtung der weiblichen Eizelle mit Samen eines Dritten eben keine Heilung oder Linderung der Krankheit des Mannes herbeiführt.

Dieser Logik hat das Finanzgericht Niedersachsen jetzt widersprochen und setzt die künstliche Befruchtung unabhängig von der Herkunft des verwendeten Samens steuerlich auf eine Ebene. Ein ungewollt kinderloses Paar befindet sich nach Ansicht des Finanzgerichts in der gleichen Zwangslage, egal, welcher der Partner unfruchtbar ist. Die nach erwiesener Unfruchtbarkeit des Mannes durchgeführte Insemination mit Spendersamen sei als Teil einer auf das spezielle Krankheitsbild des Ehemanns abgestimmten, medizinisch indizierten und ärztlich zulässigen Heil- und Therapiemaßnahme anzusehen, die mit dem Ziel durchgeführt werde, die Krankheitsfolgen (ungewollte Kinderlosigkeit) abzumildern. Die Gesamtbehandlung diene der Linderung oder Abschwächung der Krankheitsfolgen der Zeugungsunfähigkeit, so das Finanzgericht. Darauf, dass der körperliche Defekt nicht beseitigt wird, komme es nicht an.

Zusammenfassung:
Betroffene Paare können die Kosten für ihre Kinderwunschbehandlung mit Spendersamen demnach als außergewöhnliche Belastung geltend machen und bei ablehnendem Bescheid unter Hinweis auf das Urteil des Finanzgerichts Niedersachsen (FG Niedersachsen, 05.05.2010 – 9 K 231/07) Einspruch einlegen.

Mittwoch, 7. Januar 2015 - 18:59 Uhr
Social Freezing entwickelt sich zum Trend

„Social Freezing“ nimmt Fahrt auf
Immer mehr Frauen wollen den Kinderwunsch auf unbestimmte Zeit verschieben – sie lassen Eizellen entnehmen und einfrieren.

STUTTGART Sie sind meist zwischen 35 und 39 Jahre alt, haben keinen Partner oder wollen aus beruflichen Gründen gerade kein Kind haben – sich aber die Chance auf eine spätere Mutterschaft offen halten. Immer mehr Frauen in Deutschland nutzen das sogenannte „Social Freezing“ und lassen sich Eizellen entnehmen, um diese einzufrieren. .....

„Die Zahlen steigen sprunghaft an“, sagt der Koordinator des wissenschaftlichen Netzwerkes Fertiprotekt, Michael von Wolff. Demnach griffen im Jahr 2013 in Deutschland 134 Frauen auf das Angebot zurück, während es im Jahr 2012 noch 22 gewesen waren. Von Wolff geht insgesamt von rund 300 Behandlungen im Jahr 2013 aus. Die Medizinethik beurteilt diese Entwicklung kritisch.

Im Oktober sorgte die Nachricht in Deutschland für Aufruhr, dass die amerikanischen IT-Konzerne Facebook und Apple Mitarbeiterinnen bis zu 20 000 Dollar für das Einfrieren ihrer Eizellen zahlen wollen. Die Frauen sollten dadurch ihre Karrierepläne unabhängig von der biologischen Uhr verfolgen können. In Deutschland kritisierten Arbeitnehmervertreter, Unternehmen und Politiker das Angebot der Firmen. Es sei wichtiger, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu fördern.

Ursprünglich wurde das medizinische Verfahren entwickelt, um Krebspatientinnen nach einer Chemo- oder Strahlentherapie den Kinderwunsch erfüllen zu können. Manche Frauen sind nach einer solchen Behandlung unfruchtbar.

Zahl und Qualität der Eizellen lassen nach

Seit einigen Jahren bieten nun auch in Deutschland Universitätsklinken und Kinderwunschzentren „Social Freezing“ an. Das Hauptproblem scheint dabei jedoch das Alter der Patientinnen zu sein. „Die Frauen kommen sehr spät“, sagt die Leitende Oberärztin der Kinderwunschsprechstunde an der Tübinger Frauenklinik, Melanie Henes. Die meisten seien mindestens 35 Jahre alt. Dann lassen die Zahl und Qualität der Eizellen bereits nach. Die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) sagt, dass ab einem Alter von 38 Jahren nur noch jede dritte Eizelle das Auftauen übersteht. Eizellen von 25-Jährigen seien dagegen zu fast 100 Prozent intakt.


www.kinderwunschnetz.de


Quelle:

http://www.mittelbayerische.de/nachrichten/panorama/artikel/social-freezing-nimmt-fahrt-auf/1167511/social-freezing-nimmt-fahrt-auf.html

Dienstag, 6. Januar 2015 - 14:03 Uhr
Kinderwunschbehandlung für Ledige

Debatte um Kinderwunschbehandlung
Schwesig will auch Ledige unterstützen

Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) will sich dafür einsetzen, dass Krankenkassen die Kosten für künstliche Befruchtung doch auch bei unverheirateten Paaren übernehmen. "Es ist nicht mehr zeitgemäß, diese Paare anders zu behandeln als Verheiratete", sagt sie dem "Spiegel". -----------------------

Schwesig: Kassen sollen Behandlungen voll zahlen -----------------------

Man könne nicht einerseits beklagen, dass so wenige Kinder geboren würden, und andererseits Versuche mit künstlicher Befruchtung an Geld scheitern lassen, argumentierte die Ministerin. Schwesig will außerdem erreichen, dass die Kassen künstliche Befruchtungen wieder voll bezahlen.---------------------------------

Das Bundessozialgericht hatte vergangene Woche entschieden, dass die Kassen nach aktueller Rechtslage nicht einmal einen Teil der Kosten erstatten dürfen, wenn die Antragsteller nicht verheiratet sind. Um das zu ändern, müsste das Sozialgesetzbuch reformiert werden.---------------------------------

Unions-Gesundheitspolitiker waren bisher skeptisch---------------------------------

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU), der für den Bereich zuständig ist, will sich laut "Spiegel" nicht äußern, solange die schriftliche Urteilsbegründung nicht vorliegt. Die Gesundheitspolitiker der Union seien bislang skeptisch gegenüber einer Neuregelung, hieß es.---------------------------------

Leistungen der Kassen bei künstlicher Befruchtung
Die Leistungen der gesetzlichen Versicherungen bei einer künstlichen Befruchtung sind im Sozialgesetzbuch festgeschrieben. Die Kassen zahlen die Hälfte der Behandlungskosten für die ersten drei Versuche. Anspruch darauf haben Versicherte ab 25 Jahren, wenn Ärzte feststellen, dass die Maßnahme erforderlich ist. Frauen dürfen nicht das 40. Lebensjahr vollendet haben, Männer nicht über 50 sein. Gezahlt wird nur an Ehepaare, was das Bundessozialgericht bekräftigt hatte. ---------------------------------

Seit 2012 können die Kassen bei einer künstlichen Befruchtung zusätzliche Leistungen anbieten. So gibt es auch Versicherungen, die mehr als die Hälfte der Kosten übernehmen. Künstliche Befruchtung ist eine von mehreren möglichen Kinderwunschbehandlungen.---------------------------------

www.kinderwunschnetz.de---------------------------------

Quelle:
http://www.tagesschau.de/inland/kinderwunschbehandlung-101.html

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